Die IGBW e.V. ist Ihr Ansprechpartner

Wir informieren und unterstützen Sie zu Themen Islam und Muslime in Baden Württemberg. 
Kontaktieren Sie uns gerne per Telefon, Email oder Vereinbaren Sie einen Besuchstermin in unserer Geschäftstelle.

Aktuelles zum Coronavirus

Wir empfehlen unseren Moscheegemeinden die Gemeinschaftsgebete (auch Freitagsgebete) und die Veranstaltungen bis auf weiteres auszusetzen und Vorgaben den Behörden strikt einzuhalten. Lesen Sie mehr dazu unten weiter!

Aktuelle Entwicklungen zum Coronavirus in Deutschland und Baden-Württemberg können Sie über folgende Links verfolgen:

Robert Koch Institut

Bundesgesundheitsministerium

Bundesregierung

Landesregierung Baden-Württemberg

Sozialministerium Baden-Württemberg

Massnahmen (Rechtsverordnung) der Landesregierung Baden-Württemberg

 

Herzlich Willkommen auf der Homepage der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg (IGBW) e.V.

IGBW ist die multiethnische Religionsgemeinschaft der Muslime in Baden-Württemberg. Unsere Moscheegemeinden mit Menschen aus der Türkei, Bosnien-Herzegowina, Albanien, den afrikanischen und arabischen Ländern und aus dem "Ländle" geben das vielfältige Mosaik der Muslime wieder. Wir treten für die religiösen Belange unserer Mitglieder ein und unterstützen die Arbeit unsere Gemeinden vor Ort. Die IGBW ist eine der wichtigsten islamischen Religionsgemeinschaften im Land als Kooperations- und Ansprechpartner für die Landesregierung, Verwaltungen, Kirchen und gesellschaftlichen Institutionen zum Thema Islam und Muslime.

Nachrichten

Mit großen Lettern auf einer ganzen Seite verkündete die Bildzeitung am 3. März 2021: „Es ist ein TABU“

Laut Bericht hätten angeblich 90% der Corona-Patienten (an anderer Stelle des Artikels sind es wiederum 50%) auf den Intensivstationen einen Migrationshintergrund und darüber öffentlich zu sprechen sei ein Tabu. 

Wenn man der Logik der Bildzeitung folgt, müssten die meisten der über 70.000 an Corona verstorbenen Menschen einen Migrationshintergrund haben. Seltsam, dass dies bisher niemandem aufgefallen ist, wenn es denn überhaupt so wäre.

Und weil die Migranten angeblich nicht gut Deutsch sprechen und aus einem „anderen“ Kulturkreis stammen, noch dazu auch „anders“ glauben, halten sie sich nicht an die Schutzmaßnahmen. Wie denn auch? Sie sind so abgeschottet in ihrer Parallelgesellschaft, die erfahren überhaupt nicht, was so um sie herum passiert. Von Corona, Hygiene- und Abstandsregeln haben sie auch so gut wie nichts mitbekommen; geschweige denn von den Verordnungen, die die Regierung fast täglich ändert und verkündet.

Auch Herr Wieler, der RKI-Chef, hat laut Bild festgestellt, dass man die Migranten, das heißt die Muslime (!), mit den Corona-Informationen nicht erreichen kann. Als Beispiel nennt er laut Bild die verstorbene Mutter einer Clan-Familie in Berlin. 

Somit haben wir alle Zutaten eines wunderbaren Tabuthemas für die Bildzeitung: Migranten, Muslime, Clanfamilien. Dazu kommen noch ­– wen wundert’s – die Imame und die Moscheen. Abgesehen davon, dass mit der Bezeichnung „Menschen mit Migrationshintergrund“ eine große Vielfalt von Herkünften, Kulturkreisen, Weltanschauungen und Sprachen alle in einen Topf geworfen werden, sind diese Menschen angeblich auch noch allesamt muslimischen Glaubens.

Wieler habe der Bild gesagt „wir müssen über Imame auf diese Religionsgruppe eingehen“, „… und da kommen wir nicht rein. Und das ist Mist“. Das ist tatsächlich problematisch, wenn Herr Wieler vor den Toren der Moschee stand und nicht rein konnte. Das ist wirklich Mist. Möglicherweise war die Moschee aufgrund der Pandemie und den Schutzmaßnahmen geschlossen?

Als der Chef der Lungenklinik in Moers, Herr Voshaar in einer Schalte von diesen dramatischen Zuständen mit Migranten in den Kliniken berichtete, hätten alle Teilnehmer, einschließlich unser Gesundheitsminister Spahn, vor lauter Schreck ein Stoßgebet zum Himmel geschickt: „OGottoGottoGott“. 

Dass die genannten Zahlen nicht auf repräsentativen, verifizierbaren Studien beruhen und aktuell kein nachweisbar Zusammenhang zwischen der Religionszugehörigkeit und der Verbreitung des Virus besteht, dürfte der Bild und den Herren Voshaar und Wieler auch bekannt sein. Deswegen will Herr Wieler sich mit seinen Behauptungen auch nicht festlegen: „Es handelte sich nicht um ein öffentliches Expertengespräch, sondern um einen persönlichen, informellen Austausch.“ Es seien „keine abschließenden Feststellungen, sondern nur Überlegungen“.

Während Herr Wieler noch darüber grübelt, wie er die Moscheen erreichen kann, haben andere das längst getan. Die Landesregierung in Baden-Württemberg und auch Herr Kretschmann persönlich stehen seit Ausbruch der Pandemie im engen Austausch mit den Religionsgemeinschaften, auch über die Hygienekonzepte und Maßnahmen in den Moscheen.

Die Islamischen Religionsgemeinschaften haben beim Ausbruch der Pandemie bundesweit ihre Moscheen geschlossen, bevor die staatlichen Verordnungen in Kraft getreten sind. Auch nach der Wiederöffnung wurden in den Moscheen strengere Schutz- und Hygienekonzepte umgesetzt als vorgeschrieben. Diese Maßnahmen sind für alle Besucher in verschiedenen Sprachen sichtbar und einsehbar. Jeder Besucher der Gemeinden wird erfasst; Teilnahme an den Gottesdiensten ist ohne Registrierung, ohne eigenen Gebetsteppich nicht möglich. Freitags werden mehrere Gottesdienste abgehalten, um den Gläubigen das Gebet mit entsprechendem Abstand zu ermöglichen. Dabei wird ständig auf die strikte Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene und med. Alltagsmasken) hingewiesen und diese werden konsequent umgesetzt.

Vielleicht ist das alles den Herren Wieler und Voshaar nicht bekannt, mit Sicherheit aber der scheinbar sonst so gut informierten Bildzeitung. Anscheinend sind diese Informationen aber nicht sensationell genug und man kann nicht reißerisch darüber berichten.

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Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in der ab 25. Januar 2021 gültigen Fassung

Änderungen ab dem 25. Januar 2021 für Gottesdienste:

§ 1g Beschränkungen von Veranstaltungen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung sowie von Veranstaltungen bei Todesfällen

(1) Während Veranstaltungen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung sowie Veranstaltungen bei Todesfällen im Sinne des § 12 Absätze 1 und 2 ist der Gemeindegesang in geschlossenen Räumen untersagt.

(2) Die Teilnahme an Veranstaltungen im Sinne des § 12 Absatz 1 ist nur nach vorheriger Anmeldung bei den Veranstaltenden zulässig, sofern es auf Grund der erwarteten Besucherzahlen zur Auslastung der räumlichen Kapazitäten kommen wird. Die Veranstaltenden haben eine Datenverarbeitung nach § 6 durchzuführen.

(3) Veranstaltungen im Sinne des § 12 Absatz 1 mit mehr als 10 Teilnehmenden sind bei der zuständigen Behörde spätestens zwei Werktage im Voraus anzuzeigen, sofern mit dieser keine generellen Absprachen getroffen wurden.

Was ändert sich ab dem 25. Januar an der Maskenpflicht?

In einigen Bereichen muss künftig eine medizinische Maske, statt der bisherigen „Alltagsmaske“ getragen werden. Unter medizinischen Masken sind OP-Masken (DIN EN 14683:2019-10) oder FFP2 (DIN EN 149:2001) respektive Masken der Normen KN95/N95 zu verstehen.

  • Bei der Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs, insbesondere in Eisenbahnen, Straßenbahnen, Bussen, Taxen, Passagierflugzeugen, Fähren, Fahrgastschiffen und Seilbahnen, an Bahn- und Bussteigen, im Wartebereich der Anlegestellen von Fahrgastschiffen und in Bahnhofs- und Flughafengebäuden.
  • In Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe und der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes.
  • Im Einzelhandel
  • In Arbeits- und Betriebsstätten sowie Einsatzorten.
  • Während Veranstaltungen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung.
  • Der Zutritt zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern ist nur mit FFP2-Maske respektive KN95- oder N95-Masken erlaubt.
  • Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen weiter Alltagsmasken tragen.
  • Kinder bis einschließlich 5 Jahre sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen.

Warum sind Gottesdienste weiter erlaubt?

Gottesdienste fallen unter die grundrechtlich geschützte Religionsausübungsfreiheit. Aus diesem Grund bleiben Veranstaltungen der Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung gestattet. Im Bereich der Religionsausübung beschränkt sich die Landesregierung auf die Regelung der Modalitäten der Veranstaltungsdurchführung (beispielsweise Mindestabstand, Verbot des Gemeindegesangs, teilweise Anmeldepflicht). Der Besuch von Veranstaltungen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung ist auch während der Ausgangsbeschränkungen weiterhin jederzeit möglich.

 

Links:

 

Allgemeine Infos zu Corona und Verordnungen auf unser Homepage:

https://www.ig-bw.de/

 

 

Link zu der neuen Corona-Verordnung des Landes BW:

 

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

 

 

Informationen zu Regelungen für Gottesdienste:

 

Staatsministerium: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-corona-verordnung/

 

Kultusministerium: https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Ablage+Einzelseiten+gemischte+Themen/Religioese+Angelegenheiten

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Pressemitteilung

Wir sind entsetzt, bestürzt und besorgt über die brutalen und perfiden Gewalttaten in Frankreich
und in Wien
„Wir sind entsetzt über die brutalen Anschläge mit vielen Toten und Verletzten, wir sind bestürzt
und wütend über den Missbrauch unserer Religion und wir sind besorgt über die steigenden
antimuslimischen Ressentiments als Folge dieser Taten“ sagte Muhittin Soylu, der
Landessvorsitzender der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg. „Lasst uns
gemeinsam mit allen Mitteln denen entgegenstellen, die einen Keil zwischen uns legen und Hass,
Angst und Schrecken in der Gesellschaft schüren wollen. Jetzt ist der Zusammenhalt unser aller
wichtiger denn je“ so Soylu weiter.
„Wir verurteilen die Anschläge auf das Schärfste und trauern mit den Franzosen und mit den
Österreichern. Den Angehörigen der Opfer sprechen wir unser Mitgefühl aus, den Verletzten
wünschen wir baldmögliche Genesung“ sagte er abschließend.

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