Herzlich Willkommen auf der Hompage der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg (IGBW) e.V. 

IGBW ist die multiethnische Religionsgemeinschaft der Muslime in Baden-Württemberg. Die ihr angehörenden Moscheegemeinden mit Mitgliedern aus der Türkei, Bosnien-Herzegowina, Albanien, den afrikanischen und arabischen Ländern geben das vielfältige Mosaik der Muslime wieder. Wir treten für die religiösen Belange unserer Mitglieder ein und unterstützen sie bei der Gemeindearbeit. Die IGBW ist eine der wichtigsten islamischen Religionsgemeinschaften im Land als Kooperations- und Ansprechpartner für die Landesregierung, Verwaltungen, Kirchen und gesellschaftlichen Institutionen zum Thema Islam und Muslime.



Gemeinsames Wort zum Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit

2. Juni 2016

 So heißt das in einem Gesprächsforum von christlichen und muslimischen Theologen formulierte Dokument, das zusammen mit den wichtigsten islamischen Religionsgemeinschaften Baden-Württemberg und von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg veröffentlicht wurde. Mehrere Vertreter beider Religionen stellten das Dokument heute in der Landespressekonferenz der Öffentlichkeit vor.

Die Unterzeichner verpflichten sich und rufen dazu auf, „gemeinsam bei uns und weltweit für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, für die Respektierung der Menschenwürde und der Religionsfreiheit einzutreten.“
In dem Dokument heißt es weiter: „Wir wissen gemeinsam um Gewalt und Aggression. Wir sehen die Aufgabe und auch die Schwierigkeiten der Religionsgemeinschaften, damit umzugehen, weisen aber die Unterstellung zurück, die Religionen selbst seien für Gewalt und Aggression verantwortlich. Darum verpflichten wir uns und rufen dazu auf, den Friedensimpuls und das Friedenspotential der Religion neu zu entdecken, zu stärken und zu profilieren.“

Im Hinblick auf die Flüchtlingssituation wird betont, dass den Religionsgemeinschaften eine ganz besondere Verantwortung zukommt:
„Christen und Muslime wissen – je auf ihre Weise – ihr Leben und Handeln in der Barmherzigkeit Gottes begründet und dem Liebesgebot verpflichtet. Viele Christen und Muslime handeln und helfen deshalb ganz selbstverständlich.“ Diese Hilfe beschränke sich nicht nur auf humanitäre Aktivitäten der Barmherzigkeit und Nächstenliebe bei uns, sondern weise auch die politisch Verantwortlichen auf die Notwendigkeit hin, Fluchtursachen zu bekämpfen und die Flüchtlingshilfe in den Herkunftsregionen und anderen Aufnahmeländern solidarisch zu unterstützen.

"In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung und politischer Radikalisierung braucht unsere Welt tragfähige Grundlagen für gemeinsames Handeln. In einer Zeit unbarmherziger Ausgrenzung von Flüchtlingen und zynischer Ausblendung ihrer Not brauchen wir gemeinsame Quellen der Barmherzigkeit und des Respekts. In einer Zeit der Missachtung von Menschenrechten und der brutalen Auslöschung von Menschenleben sind die religiösen Grundlagen für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde gefragt" heisst es weiter im Vorwort.

 „Dieses Dokument ist eine hervorragende Grundlage für zukunftsweisende christlich-islamische Dialoge in Baden-Württemberg. Es ist die Frucht eines intensiven und verbindlichen Gesprächsprozesses zwischen den islamischen Verbänden und den Mitgliedskirchen der ACK. Dass so viele islamische Verbände und alle Mitgliedskirchen der ACK in Baden-Württemberg diesem Dokument zugestimmt haben, ist ein bisher einmaliger Vorgang. Wir sind überzeugt, dass dieses gemeinsame Wort angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation in unserem Land einen wichtigen Impuls setzt, der ausstrahlen wird", erklärt Domkapitular Dr. Peter Birkhofer (Erzdiözese Freiburg) Vorsitzender der ACK in Baden-Württemberg.

 „Die Begegnungen von Christen und Muslimen im Rahmen der theologischen Gespräche haben es noch mals deutlich gemacht, dass unsere Religionen viele theologischen Gemeinsamkeiten aufweisen, worauf wir in unserem täglichen Zusammenleben und Austausch, aber auch im gemeinsamen Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit aufbauen können. Wie das konkret aussehen könnte, haben wir in unserem „Gemeinsamen Wort“ festgehalten, das auch in die Arbeit der Gemeinden vor Ort hineinwirken soll“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg (IGBW), Muhittin Soylu.

IGBW stellt die gedruckte Version und die PDF-Format seinen  Mitgliedsgemeinden zur Verfügung.

Die PDF Version kann hier heruntergeladen werden.

 

JUMANASTICS in Stuttgart

29. März 2016

Vom 29. März bis 3. April 2016 finden in Stuttgart die Jumanastics, die Sport-Gesundheits-Kampagne der JUMA statt, die auch von IGBW als Kooperationspartner unterstützt wird. Muslime  und aktives Sporttreiben…  Diese beiden Seiten verbindet man nicht selbstverständlich miteinander. Das hat junge Stuttgarter Musliminnen und Muslime aus den Moscheegemeinden motiviert mit dem Team des Partizipationsprojektes JUMA die Sport- und Gesundheitskampagne „JUMANASTICS - Muslime treiben Sport“ ins Leben zu rufen und zu organisieren.

 

Für die nächsten sechs Tage haben die Jugendlichen mit viel Arbeit und Fleiß ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm rund um Sport, Gesundheit und Islam zusammengestellt. Es geht los mit dem heutigen Fußballpiel „Pfarrer und Imame am Ball – Team Schwaben gegen Team Baden“. Dabei geht es nicht um das Gegeneinander, sondern um das Miteinander. Die Spielmannschaften sind zusammengesetzt von aktiven Pfarren und Imamen. Und der Schiedsrichter ist der Landesrabbiner Herr Wurmser. Womit alle abrahamitischen Religionen auf dem Feld sind. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden, dass der Sport auch den interreligiösen Dialog und Austausch fördern kann.

Bundesintegrationsbeauftragte Frau Aydan Özoguz ist die Schirmherrin der Jumanastics. Robert Bosch Stiftung übernimmt die Förderung. Kooperationspartner sind die Landeszentrale für politische Bildung und Landessportverband Baden-Württemberg sowie die Landesreligionsgemeinschaften IGBW, DITIB, LVIKZ und ihre Moscheegemeinden.

Hier das Programm der Woche.

Bild: JUMA

 

"Die Würde des Menschen ist unantastbar"

10. März 2016

Im Februar 2016 hat sich die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ in Berlin vorgestellt. In der Allianz hat sich ein breites gesellschaftliches Bündnis zusammengefunden, darunter auch die Koordinationsrat der Muslime KRM. Um die Anliegen der Allianz zu verdeutlichen, findet in Stuttgart eine Podiumsdiskussion statt, mit Beteiligung der IGBW Vorstandsvorsitzenden Muhittin Soylu.

Weitere Diskussionsteilnehmer sind Vertreterinnen und Vertreter des DGB, der Baden-Württembergischen Arbeitgeber, der Evangelischen Landeskirchen, der Liga der freien Wohlfahrtspflege und des Landesfrauenrates. Podiumsdiskussion findet heute Abend im GENO-Haus statt: Heilbronner Str. 41, 70171 Stuttgart.

Das Anliegen der Allianz ist es, für eine menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten zu werben. Sie tritt ein für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes, eine solidarische und nachhaltige Politik, die allen in Deutschland lebenden Menschen gerechte Teilhabechancen eröffnet, den Schutz aller Menschen vor Gewalt und ein Europa, das Perspektiven für ein friedliches Zusammenleben schafft. http://www.allianz-fuer-weltoffenheit.de/


Große Kundgebung in Stuttgart

am 16. Januar 2016

Auch mit Beteiligung von IGBW veranstaltet ein Bündnis von 69 Organisationen am Samstag, den 16. Januar in Stuttgart eine große Kundgebuung als Zeichen für ein friedliches und respektvolles Miteinander

Ein breites, landesweites Bündnis aus Gewerkschaften, den Arbeitgebern, den evangelischen und katholischen Kirchen im Land, den Wohlfahrtsverbänden, den Naturschutzverbänden, dem Sport, allen im Landtag und/oder im Bundestag vertretenen Parteien, politischen Stiftungen, der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg, der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, dem Flüchtlingsrat und vielen weiteren Organisationen aus der Zivilgesellschaft ruft auf zu der Kundgebung „halt zusammen – Baden-Württemberg gegen Rassismus und Gewalt“ am kommenden Samstag. Das Bündnis aus gegenwärtig 69 Organisationen will ein Zeichen setzen gegen die zunehmende Gewalt gegenüber Geflüchteten in unserem Land und zu einem friedlichen und respektvollen Miteinander aufrufen:

„Wir sind die Vielen – und als solche die Zukunft. Die Herausforderungen unserer Zeit können und müssen wir gemeinsam lösen. In dieser Zukunft leben wir an einem Ort, an dem Menschlichkeit und Gleichheit keine Grenzen kennen. Wir sind die Vielen, die zusammenhalten gegen Rassismus und Gewalt in unserem Land. Lasst uns gemeinsam gegen Rassismus und Gewalt auf die Straße gehen. Denn hinter verschlossenen Türen und in aller Stille können wir nichts ausrichten.“

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme an der Kundgebung

am Samstag, 16. Januar 2016, 11.00 bis 13.00 Uhr, auf dem Schlossplatz in Stuttgart.


Wir verurteilen den Terroranschlag in Istanbul

13. Januar 2016

Bei einem Terrorangriff durch einen IS-Selbstmordattentäter kamen in Istanbul 10 Deutsche Touristen ums Leben.

als IGBW verurteilen wir diesen barbarischen Anschlag aufs schärfste. Auch dieser grausammer Tat sowie die Anschläge in den letzten Monaten und Jahren in verschiedenen Ländern zeigen, dass der Terror ein globales Problem ist, das gemeinsam bekämpft werden muss.

Wir teilen den Schmerz der Familien und der Hinterbliebenen von Opfern und übermitteln ihnen unser Beileid.

 

Mawlid und Weihnachten

22. Dezember 2015

Die Geburt des Propheten Muhammad (s.a.w.) und die Geburt der Jesu liegen dieses Jahr dicht beieinander. 

Heute ist der gesegnete Mawlid, der Geburtstag unseres Propheten Muhammad (s.a.w). Möge Er uns immer ein Vorbild sein. Dieses schöne Ereignis soll Seine Botschaft der Liebe und der Barmherzigkeit wieder in Erinnerung rufen. Gerade in der heutigen Zeit ist die Erinnerung an die Lehren des Propheten von besonderer Bedeutung.

Der diesjährige Geburtstag des Propheten liegt so nah an dem Tag, an dem Christen den Geburtstag des Propheten Jesus feiern (Weihnachten). Daher sollten Muslime und Christen gemeinsam in dieser besonderen Zeit zum Guten und friedvollen Miteinander aufrufen. Das Verbindende in den Religionen in den Vordergrund stellen und nicht das Trennende.

In diesem Sinne wünschen wir allen Muslimen eine gesegnete Mawlid-Nacht und allen Christen ein  frohes Weihnachtsfest und uns allen ein friedvolles Jahr 2016.

Hier der Weinachtsgruß der Islamischen Religionsgemeinschaften in Baden-Württemberg

 

Anschläge in Paris: Wir sind entsetzt und in tiefer Trauer

14. November 2015

Der Terror zeigt wieder sein hässliches Gesicht in Paris. Attentäter ermorden mehr als 120 Menschen bei abscheulichen Anschlägen.

„Wir sind entsetzt und in tiefer Trauer und können es nicht begreifen, wie junge Menschen in der Lage sind so etwas Grausames zu tun“ sagte Muhittin soylu, Vorstandsvorsitzender der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg (IGBW).

Der Terror kennt keine nationalen Grenzen oder Religionszugehörigkeit. In Afrika, im nahen Osten sind seit Jahren Terror und Anschläge mit mehreren Dutzend Opfern an der Tagesordnung.  Zuletzt in Ankara mit über Hundert und in Beirut mit über 40 Opfern. „Jeder von uns kann Opfer des Terrors werden. Deswegen ist es auch unser gemeinsames Pflicht, uns ohne wenn und aber dem Terror entgegenzustellen“ so Muhittin Soylu weiter.

Wir dürfen es nicht zulassen, dass solche Terrorakte wie in Paris zum Anlass genommen werden, um hier unsere Gesellschaft zu spalten, Ressentiments gegenüber Muslime, Minderheiten und Flüchtlinge zu schüren.

Islamische Religionsgemeinschaften in Baden-Württemberg haben in einer gemeinsamen Erklärung den Anschlag verurteilt

 

Konstituierende Sitzung des Beirats für den Islamischen Religionsunterricht

11. November 2015

Im Zuge der Verlängerung und Ausweitung des Modellprojekts Islamischer Religionsunterricht hat die Landesregierung zusammen mit islamischen Religionsgemeinschaften die Gründung eines Projektbeirats beschlossen, um den weiteren Ausbau des islamischen Religionsunterrichts noch enger begleiten zu können. Heute fand unter Beteiligung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Kultusminister Andreas Stoch und Prof. Dr. Wolf-Dietrich Hammann, Ministerialdirektor im Integrationsministerium, die konstituierende Sitzung des Projektbeirats in Stuttgart statt.

„Für junge Muslime ist es wichtig, dass ihr Religionsunterricht – wie alle anderen Fächer auch – ganz normal zum Schulalltag gehört. Auch viele Eltern äußern sich dankbar, dass ihre Kinder das Wissen über ihre Religion und ihren Glauben innerhalb der Schulgemeinschaft und in deutscher Sprache vertiefen können“, sagte Ministerpräsident Kretschmann. „

 „Unser gemeinsames Ziel mit dem Projektbeirat ist es, dass die islamischen Verbände nach Beendigung des Modellprojekts im Jahre 2018 die gemeinsame Trägerschaft für den islamischen Religionsunterricht übernehmen. Auf dem Weg dorthin ist die Gründung des Projektbeirats ein echter Meilenstein“, ergänzte Kultusminister Andreas Stoch. Der Projektbeirat stehe dem Kultusministerium als Beratungsgremium in allen Fragen im Zusammenhang mit dem islamischen Religionsunterricht zur Seite. Dazu gehören beispielsweise die Einführung und Weiterentwicklung der Bildungspläne, die Erarbeitung von Unterrichtsmodellen, die Erstellung von Unterrichtsmaterialien, die Unterrichtsversorgung oder die Inhalte der Lehrerausbildung und der Lehrerfortbildung.

Ministerialdirektor Hammann betonte:“ Der Projektbeirat sei ein wichtiges Gremium, um zusammen mit islamischen Verbänden einen fundierten Unterricht an den Schulen in Baden-Württemberg anbieten zu können.